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11.04.2017, 22:53

Linux-Auswahl

Hallo alle!

Ich habe vor, daheim von Mac auf Linux zu wechseln (in der Firma muss ich Windoof ertragen), und habe mich soweit einmal möglichst gut über gängige Distros zu informieren versucht. Ich konnte dadurch jetzt schon einige soweit ausschließen, aber es bleiben immer noch genug übrig...
Mit diversen unix-Versionen hatte ich im Rahmen des Studiums schon Kontakt, mein letzter linux-Kontakt ist aber auch schon wieder ca. 15 Jahre her.

Was will ich?
Oder fangen wir einmal so an: was will ich nicht?
Ich will nicht das Hobby "Linux-Systemadministrator" beginnen und möglichst viel im System herumkramen, vielleicht noch auf der Kommandozeile oder im vi.

Also was will ich? Benutzer sein.
Schon klar, dass es ein gewisses Maß an Beschäftigung mit dem System bedarf, das will ich aber auf einem Minimum halten.

Hardware wird am Anfang ein 4,5 Jahre altes HP-Notebook sein (mein jetziger Firmenrechner, der angesichts des Alters "jederzeit" erneuert werden kann und den ich dann günstig rauskaufen kann), das ich jetzt einmal parallel zu meinem iMac auf Linux aufbaue, bis alles so läuft, dass ich den iMac durch einen anderen all-in-one ablösen kann.

Vom Mac verwöhnt, will ich ein halbwegs komfortables, stabiles System mit halbwegs aktuellen Standardprogrammen. Das eine oder andere, was in keinem Standardpaket mitkommt, werde ich noch dazu installieren. Bei Bedarf will ich natürlich tiefer bohren können.

Bei den Window Managern tendiere ich in Richtung Gnome. Und ich weiß, dass man auf vielen Distros die Möglichkeit hat, diverse Oberflächen parallel zu installieren - und ggf. werde ich das auch nutzen, schon rein aus Neugierde.

Ich hätte vor, mich eher an populäre Distros zu halten, weil es dann auch entsprechend viele Kollegen gibt, die man fragen kann...

Und wie gesagt, ein wenig umgesehen habe ich mich. Was ich so gelesen habe:

Debian - ist bei der stabilen Version mit den Softwareversionen eher hinten

Fedora - ist eher die "Entwicklungsversion" von redhat - eher nicht so stabil? Beschränkt sich in der Auslieferung auf reine opensource-Software?

openSuse - schaut soweit gut aus, ist aber dann irgendwie eine "eigene Welt", hat irgendwas mit Microsoft - da bin ich irgendwie noch nicht wirklich schlau daraus geworden...

Linux Mint - macht upgrades nur über Neuinstallation?

elementary OS - bissl sehr einfach, proprietäre Treiber fehlen?

Manjaro - nicht so stabil?

Mageia - finde ich insgesamt nicht so viele Infos...

Ubuntu - telefoniert heim, blendet Webung ein... wieweit trifft das auch auf Derivate zu? (Xubuntu, Ubuntu Gnome, Linux Mint, etc)


Bitte um Kommentare dazu, was jeweils wirklich dran ist. Oder was Ihr in meinem Fall empfehlen würdet.

lg, visir

strcat

Unix Gladiator

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2

12.04.2017, 11:08

Debian und Backports; stinkt wie jede andere Linuxdistribution auch, ist aber das kleinere Übel.
Christian 'strcat' Schneider <http://www.strcat.de/>
/* When all else fails, read the instructions. */

3

13.04.2017, 10:49

Immerhin eine Antwort - danke! Klingt aber jetzt noch nicht übertrieben verlockend...
Ich hab schon gesehen, dass der "Verkehr" in diesem Forum relativ dünn ist - mal schauen, was noch kommt...

strcat

Unix Gladiator

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4

13.04.2017, 11:38

Such Dir das kleinere Übel aus; aktuelle Software bekommt man fast nur wenn man Unstable/Testing/Beta/whatever einsetzt oder - wie bei Gentoo - alles aus den Sourcen kompiliert. Alternativ dazu irgendeine Distribution installieren und die Software, die man in der neusten Version benötigt, selbst kompilieren.
Christian 'strcat' Schneider <http://www.strcat.de/>
/* When all else fails, read the instructions. */

5

13.04.2017, 16:09

Such Dir das kleinere Übel aus;


das ist der Grund für dieses Thema...

Zitat


Alternativ dazu irgendeine Distribution installieren und die Software, die man in der neusten Version benötigt, selbst kompilieren.


das ist das größere Übel...

Du scheinst eher der Bastler zu sein - genau das ist das, was ich nicht sein will. Deshalb möchte ich noch schauen, was andere dazu schreiben. Sofern es noch andere hier gibt...

jürgen

Schüler

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6

13.04.2017, 21:34

Ich habe mit suse 4.3 angefangen,
damals war die Hardware-Unterstützung für mich der Haupgrund, um bei suse zu bleiben.

Inzwischen bin ich von den bunten Klickbuntis-Oberflächen weg,
zum Kennenlernen und die Systeme zu verstehen war suse aber sehr gut.

Installier Dir einen Favoriten und teste andere Systeme in einer virtuellen Maschine.

Debian ist mein Favorit
zum arbeiten benutze ich bunsenlabs
zum testen - siduction und manchmal auch opensuse 42

Ich habe Lieblingsprogramme, die ich durch die verschiedensten Distris kennengelernt habe und weiter nutze.

siduction ist ein modernes Debian und muss beim updaten nie neu installiert werden
https://forum.siduction.org/

LG

7

13.04.2017, 21:55

Ich habe mit suse 4.3 angefangen,
damals war die Hardware-Unterstützung für mich der Haupgrund, um bei suse zu bleiben.


ist ein Hinweis... aber da sollen ja "alle" schon recht gut sein - ?

Zitat


Inzwischen bin ich von den bunten Klickbuntis-Oberflächen weg,


wie bunt, kann man sich ja einstellen... und graphische Oberflächen (insbesondere mit Konzept dahinter) gibts jetzt doch schon über 35 Jahre. Die "Terminal"-Zeiten sollten jetzt doch langsam vorbei sein.

Zitat


Installier Dir einen Favoriten und teste andere Systeme in einer virtuellen Maschine.


Wenn ich einen Favoriten hätte...
"Funktionieren" wird jede Distri - wenn ich aber die Wahl habe, will ich eine fundierte Entscheidung treffen können.

Zitat


Debian ist mein Favorit
zum arbeiten benutze ich bunsenlabs
zum testen - siduction und manchmal auch opensuse 42


Wieder zwei Distris, von denen ich noch nie gehört habe... (jaja, und unzählige weitere gibt es auch noch)

Zitat


siduction ist ein modernes Debian und muss beim updaten nie neu installiert werden


basiert aber auf "unstable", was ich auf die Schnelle gefunden habe.

Aber auch eine Info...

lg, visir

jürgen

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8

15.04.2017, 20:07

bunsenlabs ist ein debian-stable mit einer sehr minimalistischen openbox-Oberfläche
https://www.bunsenlabs.org/

siduction ist ein debian-unstable, welches sehr stabil läuft, die neueren Programme hat und bei neuerer Hardware einfach besser ist
https://manual.siduction.org/welcome

in den nächsten Monaten steht bei debian die nächste Version an,
debian ist ein nichtkommerzielles Projekt

die grafischen Oberflächen sind Geschmacksache
kde + jetzt plasma oder auch
gnome
sind fast komplette Arbeitsoberflächen und schmeißen den Rechner voll

lxde und
xfce
sind einfachere aber auch sehr schöne Arbeitsoberflächen

es gibt davon aber etliches mehr

es kann alles miteinander kombiniert werden,
so habe ich meine Lieblingsprogramme, die ich unter verschiedensten Distris und Oberflächen schätzen gelernt habe

LG

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