Sie sind nicht angemeldet.

1

08.09.2008, 00:57

Notebook Install Boot-Freeze: Athlon 1600+ ,256MB Ram, Via KT333, Radeon 9000

Hallo,

würde gern Ubuntu auf einem alten Notebook installieren, komme aber nicht weiter.

Ich denke, das die passenden Treiber fehlen, habe aber nicht die Kenntnisse, um sie in die
Installation oder den Kernel ein-zubinden.
Mit Unterstützung traue ich mir aber zu, per Konsole auf meinem Desktop-PC etwas zu basteln.

Daher bitte ich um Hilfe !


Meine bisherigen Versuche:

Ubuntu 8.04.1 alternative : Grub startet, dann prompt,dann nichts mehr
fast alle Bootparameter von "http://wiki.ubuntuusers.de/booten" getestet,ohne Erfolg

Xubuntu 8.04.1 alternative : Grub startet, dann prompt,dann nichts mehr
Server Install getestet, ohne Erfolg

Kubuntu 8.04.1 desktop : Grub startet, Bootscreen erscheint, dann Freeze

Kubuntu 6.06.1 desktop : Grub startet, Bootscreen erscheint, "checked" alles ok, bis "loading drivers",dann Freeze

Kubuntu 8.10 Alpha5 desktop : Grub startet, Bootscreen erscheint, dann Freeze


Meine Notebook Hardware:


Notebook Hersteller: Peacock

Bios: Ami PnP, APM 1.2 , ACPI 2.0 , PIO5 Modus

Prozessor: Mobile AMD Athlon Xp 1600+ , PowerNow! u. 3DNow!

Chipsatz: Via KT333 (NB VT8367 + SB VT8235)

Arbeitsspeicher: 256MB DDR-SDRam PC2700

Grafik: ATI Mobility 9000(M9), 64MB VideoRam

Audio: KT333(VT8235),integr. ALC201A Controller. AC97 V2.2 kompatibel

Netzwerk: KT333 ( VT8235 + VT6103), Via Rhine II Fast Ehternet Adapter

Firewire: KT333(VT8235 + VT6307)

PCMCIA: O2 Micro 6912, Tenda TWL541C(P) W-Lan Karte

Modem: KT333 (VT8235) V.90 Smart Link 56K Voice Modem

CD/DVD : Samsung CDRW/DVD SN-324B Combo Laufwerk

Festplatte: Samsung HM121HC, 120GB , IDE/ATAPI: ATA 100

IDE-Controller: Via Bus Master IDE Controller

Bildschirm: 15", XGA (1024x768) oder SXGA+ (1400x1050)


Ich bin für jeden konstruktiven Vorschlag Dankbar !

Bis dann

Eule

Nachtrag:


Hallo nochmal,

habe mir erlaubt, die Bootparameter quiet splash abzustellen, und habe ein Foto gemacht :






Ich hoffe das es hilft, mein Problem zu lösen.

Bis dann

Eule

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eule2010« (08.09.2008, 01:11)


linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

2

08.09.2008, 07:48

RE: Notebook Install Boot-Freeze: Athlon 1600+ ,256MB Ram, Via KT333, Radeon 9000

da gibt es irgendeine hardwareunstimmigkeit.
1. wenn du beim booten eine pcmcia-karte im rechner hast, entferne sie und boot erneut, was passiert?
2. benutze mal folgende kerneloptionen nopcmcia noapic acpi=off und schau ob der kernel durchbootet.
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

3

08.09.2008, 08:27

Ich tippe auf das VIA PATA, aber das ist nur ein Erfahrungswert, ich kann keine logischen Gründe dafür angeben. Außerdem weiß ich nicht, wie man es abschlatet, weil ich meine Kernel immer selbst konfiguriere und da lasse ich das dann einfach weg...

linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

4

08.09.2008, 08:37

so wie das bild aussieht, bleibt er bei pcmcia (cs) hängen, währen der die io-adressen testet. das hatten wir hier schon mal mit einem notebook ich muss den thread mal raussuchen.
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

5

08.09.2008, 19:09

Antwort

Hallo,

da es scheint, das es ein Hardware Problem ist habe ich noch mehr Infos gesammelt:

Vorher war Windows XP SP3 auf dem Notebook installiert, und im Hardwaremanager gab es keine Probleme.


Bisher habe ich folgende Bootparameter getestet:


noapic, noagp, noapm - Deaktiviert die automatische Erkennung von APIC (IRQ-Verwaltung), AGP (Grafik) oder der Energieverwaltung.
*

nolapic - Deaktiviert lokale APIC-Erkennung.
*

pci=noacpi - Schaltet ACPI-Erkennung während der PCI-Konfiguration aus (ist insbesondere bei manchen VIA-Chipsätzen notwendig).
*

acpi=off - Deaktiviert ACPI vom BIOS komplett (kann helfen, aber auch zur "Kernelpanic" führen).
*

acpi=force - Für Biosversionen vor 2002, aktiviert die ACPI-Unterstützung zwangsweise im Kernel.
*

vga=... - Stellt die Auflösung von Grub und der Konsole ein (siehe unten).

pci=routeirq - IRQ-Autorouting, hilfreich für einige Mainboards (zum Beispiel Asus A7N8X).
*

fb=false - Deaktiviert den Framebuffer.
*

DEBCONF_DEBUG=5 - Ausführliche Fehlersuche
*

BOOT_DEBUG=2|3 - Fehlersuche während des Startvorgangs
*

all_generic_ide - Generischen IDE Treiber für alle Geräte verwenden, die vom BIOS erkannt wurden.
*

xforcevesa - Der XServer (graphische Oberfläche) wird unabhängig von der verwendeten Hardware nur für 'vesa' konfiguriert.



Wenn ich die Parameter nopcmcia noapic acpi=off eingebe,und die pcmcia-karte entferne, erscheint folgendes:







Im Bios habe ich folgende Möglichkeiten:

ACPI Standby State: S1/POS --- S3/STR --- Auto

Power Managment/APM: Enabled/Disabled

Serial Port/Mode und Parallel Port/Mode habe ich Disabled

Bis dann

Eule

linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

6

08.09.2008, 20:12

RE: Antwort

hast du eine knoppix-cd greifbar?
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

7

08.09.2008, 21:00

RE: Antwort

Hallo,

lade gerade Knoppix 5.1. de runter.

Melde mich, wenn ich es getestet habe!

bis dann

Eule

Nachtrag: Habe mein "hoffnungsloses Problem", auch in anderen Foren gepostet !!!


Hallo,

Hurra !!! Knoppix läuft ! geil !!

Habe einfach, als Bootparameter, Knoppix nopcmcia noapic acpi=off , eingegeben

und jetzt läufts !

Wie gehen wir jetzt weiter vor, bezüglich K/X/Ubuntu ?

Danke

Eule

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eule2010« (08.09.2008, 21:15)


8

08.09.2008, 22:01

Bei Gentoo wüßt ich, was zu tun wär: Einfach einen Kernel ohne das "böse Zeug" drin compilieren...
Du schriebst etwas von Grub, bedeutet das, dass Du es bereits auf der Festplatte hast oder meintest Du damit den Bootloader der CD?

linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

9

08.09.2008, 22:25

ja, aber bei bei knoppix kann man erst mal verschiedene kernel booten und schauen, ob es wirklich nur an pcmcia liegt und dann kann man einen neuen kernel backen.
ich hab mal in den kernel geschaut, die ganzen kerneloptionen kann man in bezug auf pcmcia vergessen, wenn das fest in den kernel einkompiliert ist, dann wird der automatische test durchgezogen, egal was du da an optionen mitgibst. die einzige möglichkeit ist dann wirklich, alles pcmcia-zeug in module legen.
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

10

09.09.2008, 00:32

Hallo

Wenn es keine Möglichkeiten gibt bei K/X/Ubuntu,dann wäre meine nächste Frage, welche Debian basierte

Distribution wäre gut als Destktop-System auf meinem Laptop ?


Danke und bis dann

Eule

11

09.09.2008, 01:44

Hallo,

wegen der Wahl der Distribution:

Ich werde mir demnächst 1GB DDR-RAM PC2700 zulegen.

bis dann

Eule

12

09.09.2008, 06:51

Hallo,

Ich habe heute Nacht nochmal Debian 4.0, OpenSuse 11.0 , Federa 9 und Knoppix 5.1 getestet:

Debian 4.0: das gleiche wie bei ubuntu ( siehe oben)

OpenSuse 11.0 : das gleiche wie bei ubuntu ( siehe oben)

Fedora 9 : allein Kernerlparameter: nopcmcia hilft schon! Federa lasst sich bis zur Partitionierung Installieren !
Bei der Formatierung dann Freeze, egal ob Standard Partitionierung, oder manuelle Partitionierung !

Knoppix 5.1 Live CD : allein Kernerlparameter: nopcmcia hilft schon! Knoppix läuft langsam aber stabil !
Habe sogar mit qtparted, neu partitionieren können !

Bitte an oziris : Erkläre mal bitte VIA PATA ?

Bitte an linuxerr : Sei doch bitte so nett und guck mal nach dem Thread,
in dem das ähnliche Problem da war .

Bis dann

Eule

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eule2010« (09.09.2008, 06:54)


strcat

Unix Gladiator

  • »strcat« ist männlich

Beiträge: 2 329

Wohnort: /Earth/Germany/Bavaria/Regensburg

  • Nachricht senden

13

09.09.2008, 11:35

Kann ihm jemand mal sagen das es Bloedsinn und zudem noch gefaehrlich ist, Knoppix zu installieren? Lieber gar kein Linux als ein testing/unstable ohne (Sicherheits)Updates.
Christian 'strcat' Schneider <http://www.strcat.de/>
/* When all else fails, read the instructions. */

14

09.09.2008, 13:33

Via Pata

Zitat

Original von eule2010
Bitte an oziris : Erkläre mal bitte VIA PATA ?

Auf Deinem ersten Bildschirmfoto ist mittendrin "pata_via" zu sehen. Das ist, grob gesagt, i.d.R. für die Kommunikation zwischen Mainboard Festplatten.
Ich hatte Ärger damit, aber ich bin leider nie dahinter gekommen warum. Wenn ich es weglasse läuft mein VIA-Mainboard, wenn ich es drin lasse, dann hängt's beim Starten (ähnlich wie bei Dir kurz nach "pata_via"), die Platten (ATA/IDE oder SATA) können plötzlich während des Betriebs nicht mehr angesprochen werden oder die SATA-Platten fangen an zu klacken und gehen dann später kaputt.
Zumindest bei mir können IDE-Platten auch ohne dieses Modul angesprochen werden...
Ich vermute, dass es auch etwas mit dem BIOS zu tun haben könnte, weil ich im Source des entsprechenden Kernel-Moduls etwas darüber las, aber das ist sehr vage...
Ich bin dem nicht weiter nachgegangen und werde es vermutlich auch nicht; es geht ja auch ohne.

Leider weiß ich nicht, wie man pata_via deaktiviert, wenn man seinen Kernel nicht selber bastelt und weil es vielleicht zu aufwändig ist, möchte ich Dich zunächst nur auf diese Problematik hinweisen.
Wenn Du dann beobachtest, dass es auch bei Dir öfter damit zu tun haben könnte, dann lohnt es sich vielleicht erst für Dich, der Sache weiter nachzugehen.

Derzeit ist das aber zweitrangig, da die letzte Fehlermeldung wohl von woanders kommt und offenbar immer von der selben Quelle.

linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

15

09.09.2008, 15:10

RE: Via Pata

ok, wenn du diese erfahrungen schon gemacht hast, dann wäre es sicher am sinnvollsten, sich einen kernel zu bauen ohne via-pata treiber und pcmcia würde ich auch erst mal rausnehmen.
es ist mit grosser wahrscheinlichkeit also kernelbau angesagt, da irgendeine hardware spinnt.
ohne via-pata wird dann der standart-ide-treiber verwendet und pcmcia kann man dann ja testweise als modul nachladen.

@eule
es ist mit großer wahrscheinlichkeit egal, welche distribution du nimmst. in vielen sind etliche rundumschlag-treiber installiert und deshalb hast du da wohl immer dieselben probleme.

zu knoppix,
du solltest die knoppix-cd nur benutzen, um die hardware zu testen, da du durch startoptionen ja einiges abschalten kannst und dann weisst, was man in einem eigenen kernel abschalten muss, damit die kiste läuft.
das ist bei einigen notebooks wirklich problematisch, weil die oftmals mit der heissen nadel gestrickt sind.
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

16

09.09.2008, 19:07

Custom Kernel kompilieren

Hallo,

ich habe vor zu lernen einen eigenen Kernel an meine Hardware anzupassen !

Habe mich schon ein wenig informiert, und habe da ein paar Fragen:

1. Kann ich den neuen Kernel für Ubuntu ,und Kubuntu verwenden, oder müßen
es verschiedene sein ?

2. Wenn ich jetzt für Ubuntu 8.04.1 einen Kernel baue, läuft der dann auch unter Ubuntu 8.10 ?

3. Wenn ich einen Minimal-Kernel baue, nur mit der allerwichtigsten Hardware, kann ich dann auf Module verzichten ?

4. Welchen Kernel soll ich als Basis nehmen ? Muß ich Kernelpatches einfügen ?
Sollte möglichst einfach sein, bei meinem ersten Versuch. Später kann ich dann ja was besseres nehmen.

5. Wie binde ich den neuen Kernel, am einfachsten in die Installation ein ? Direkt in ein Installationsmedium ?

6. Was ist besser für Einsteiger, libncurses5-dev ,oder libgtk2.0-dev/libglib2.0-dev/libglade2-dev,
oder libqt3-mt-dev ?

7. Was ist ein Vanilla Kernel ? Würde mir das Programm Kernelcheck, als Einsteiger helfen?
Oder ist das was für Fortgeschrittene ?

8. Ist es sinnvoll den originalen Ubuntu Kernel zu nehmen(der auf der Installations-CD, und einfach
alles zu deaktivieren was ich nicht brauche ?

bis dann

Eule

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »eule2010« (09.09.2008, 19:20)


17

09.09.2008, 20:18

RE: Custom Kernel kompilieren

Zitat

Original von eule2010
1. Kann ich den neuen Kernel für Ubuntu ,und Kubuntu verwenden, oder müßen
es verschiedene sein ?

Man müsste den selben verwenden können, es sei denn, es gibt einen speziellen erforderlichen Patch... was ich aber eher nicht vermute.

Zitat

Original von eule2010
2. Wenn ich jetzt für Ubuntu 8.04.1 einen Kernel baue, läuft der dann auch unter Ubuntu 8.10 ?

Ist ähnlich wie bei 1.
(Nur sollte man sich überlegen, hin und wieder den Kernel zu erneuern bzw. Sicherheitspatches einzuspielen und ihn neu zu compilieren/installieren. Generell läuft aber ein neuer Kernel meist auch auf alten Systemen... wenn der Unterschied nicht zu gravierend ist. Also nur weil man einen Kernel ewig benutzen kann, sollte man ihn nicht auch ewig behalten...)

Zitat

Original von eule2010
3. Wenn ich einen Minimal-Kernel baue, nur mit der allerwichtigsten Hardware, kann ich dann auf Module verzichten ?

Du kannst generell auf Module verzichten, es sei denn, Du benötigst Treiber, die es separat zum Kernel gibt, z.B. den speziellen Nvidia Grafikkarten-Treiber.
Der Kernel wird dann aber recht groß (mehrere MB als Bzimage) und das kann dann bestimmte besondere Boot-Möglichkeiten eliminieren (z.B. einbetten des Kernels in die bestimmte Hardware, Bootdiskette oder kleine /boot/-Partition). Für gewöhnlich ist das aber kein Problem. Mache ich auf mehreren Rechnern ebenfalls so (Bzimage>3MB mit GRUB).
Außerdem fallen bestimmte Optionen weg, die durch den Gebrauch von Modulen erst möglich werden:
  • Wenn ein Modul nicht mehr ordentlich funktioniert kann man es entladen und neu laden. Das geht dann nicht mehr.
  • Man kann den Modulen beim Laden Optionen mitgeben. Das kann man ebenfalls vergessen. Die Optionen müssen beim Start mitgegeben werden oder können vielleicht über /proc/ oder /sys/ nachträglich aktiviert werden.
  • Ein Modul zu entladen und mit anderen Optionen neu zu laden geht natürlich dann nicht mehr.


Zitat

Original von eule2010
4. Welchen Kernel soll ich als Basis nehmen ? Muß ich Kernelpatches einfügen ?
Sollte möglichst einfach sein, bei meinem ersten Versuch. Später kann ich dann ja was besseres nehmen.

Bei manchen, speziellen Distributionen oder spezieller Hardware muss man Patches benutzen. Für gewöhnlich muss man aber nur ggf. die neusten Sicherheitspatches benutzen, sofern sie einen überhaupt betreffen. Den neusten, puren (sog. vanilla) Kernel bekommt man bei http://www.kernel.org/ .
Von einigen Distributionen gibt es aber bereits vorbereitete Kernel-Pakete, in denen ggf. schon einige (z.T. distributionsspezifische) Patches und oft auch eine Standard-Konfiguration enthalten sind. Wenn man da ran kommt, bevor das System richtig läuft, dann ist das vermutlich eine gute Basis.

Zitat

Original von eule2010
5. Wie binde ich den neuen Kernel, am einfachsten in die Installation ein ? Direkt in ein Installationsmedium ?

Abgesehen von Gentoo, vermute ich da Schwierigkeiten.
Ich hatte schon vorher den Gedanken, erstmal in eine VM oder auf einem anderen Rechner, aber auf die entsprechende Platte, zu installieren, um nachträglich am Kernel rumzutüfteln, aber ich weiß nicht, inwiefern systemoptimierte Software oder Konfiguration von den Distributionen vorgenommen wird.

[Zu 6 habe ich keinen Rat und kein Meinung]

Zitat

Original von eule2010
7. Was ist ein Vanilla Kernel ? Würde mir das Programm Kernelcheck, als Einsteiger helfen?
Oder ist das was für Fortgeschrittene ?

Moment, das sind drei Fragen :P
Also a) ein purer Kernel ohne Modifikationen/Patches; b) keine Ahnung, nie gehört; c) siehe b.

Zitat

Original von eule2010
8. Ist es sinnvoll den originalen Ubuntu Kernel zu nehmen(der auf der Installations-CD, und einfach
alles zu deaktivieren was ich nicht brauche ?

Ja, aber weil der schon compiliert ist, kann man das nur mit Bootparametern versuchen. Dann ist es aber auf jeden Fall einen Versuch wert!


Je nach Distribution und Bootvorgang muss zum Kernel auch eine passende Initrd erzeugt werden. Meist kann man darauf aber irgendwie verzichten. Wenn der Kernel keine Module hat, dann könnte das einfacher werden. Meist gibt es bei den Distributionen Sripte, die dabei helfen sollen.

PS: Ich habe von einem Programm namens "genkernel" gelesen, welches wohl eine Konfiguration erzeugen soll... Ob das in dieser Situation so schlau ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.

linuxerr

Prof. Dr. Schlaumeier

  • »linuxerr« ist männlich

Beiträge: 8 557

Wohnort: Mecklenburg, zur Entwicklungshilfe in Chemnitz/Sachsen ;-)

  • Nachricht senden

18

10.09.2008, 11:32

RE: Custom Kernel kompilieren

Zitat

Original von oziris

Zitat

Original von eule2010
3. Wenn ich einen Minimal-Kernel baue, nur mit der allerwichtigsten Hardware, kann ich dann auf Module verzichten ?

Du kannst generell auf Module verzichten, es sei denn, Du benötigst Treiber, die es separat zum Kernel gibt, z.B. den speziellen Nvidia Grafikkarten-Treiber.

es ist aber nicht sinnvoll, auf module zu verzichten. ich kann mich noch gut an die zeit erinnern, als kernel vorn noch die 1 hatten, da hat man dann öfter einen neuen kernel kompiliert.


Zitat

Original von eule2010
4. Welchen Kernel soll ich als Basis nehmen ? Muß ich Kernelpatches einfügen ?
Sollte möglichst einfach sein, bei meinem ersten Versuch. Später kann ich dann ja was besseres nehmen.

Bei manchen, speziellen Distributionen oder spezieller Hardware muss man Patches benutzen. Für gewöhnlich muss man aber nur ggf. die neusten Sicherheitspatches benutzen, sofern sie einen überhaupt betreffen. Den neusten, puren (sog. vanilla) Kernel bekommt man bei http://www.kernel.org/ .
Von einigen Distributionen gibt es aber bereits vorbereitete Kernel-Pakete, in denen ggf. schon einige (z.T. distributionsspezifische) Patches und oft auch eine Standard-Konfiguration enthalten sind. Wenn man da ran kommt, bevor das System richtig läuft, dann ist das vermutlich eine gute Basis.

Zitat

Original von eule2010
5. Wie binde ich den neuen Kernel, am einfachsten in die Installation ein ? Direkt in ein Installationsmedium ?

nimm den kernel, der bei der installation benutzt wird. der enthält dann die nötigen patches und die aktuelle konfiguration. du musst dann nur die .config-datei anpassen und kompilierst den kernel neu.
das ist eigentlich ganz einfach. wenn du einen kernel auf deinem system kompilierst, dann kann erst mal nichts schlimmes passieren, da der neue kernel erst zum einsatz kommt, wenn du ihn in das boot-verzeichnis /boot kopierst und in den bootmanager einträgst. nach dem kompilieren liegt der neue kernel einfach auf der platte rum, dein aktuell benutzter kernel wird nicht "automatisch" überschrieben.
wenn du einen kernel gebaut hast, dann kannst du in deinem bootmanager einen weiteren booteintrag hinzufügen, sodass du dein system mal mit dem einen und mal mit dem neuen kernel startest. so kann man den neuen kernel testen und wenn es schief geht, wieder mit dem originalkernel booten und den kernel nochmal übersetzen.

das kernelkompilieren ist eigentlich kein problem, die auswahl der pakete/module setzt schon einiges wissen voraus, aber man kann ja problemlos experimentieren.
wenn du die kernelsourcen installiert hast, dann kannst du ja in einem terminal mal nach /usr/src/linux wechseln und gibst dort
make menuconfig ein, da siehst du dann das auswahlwerkzeug für den kernelbau.
danach kommt dann eigentlich nur noch
make

Zitat

Original von oziris
Je nach Distribution und Bootvorgang muss zum Kernel auch eine passende Initrd erzeugt werden. Meist kann man darauf aber irgendwie verzichten. Wenn der Kernel keine Module hat, dann könnte das einfacher werden. Meist gibt es bei den Distributionen Sripte, die dabei helfen sollen.

wenn der kernel kein modulsupport hat, wozu soll dann eine initrd gut sein? in der initrd liegt ein minimal-root-filesystem in dem module hinterlegt werden, die noch vor dem mounten von laufwerken zur verfügung stehen müssen.
Die Rechtschreibfehler in diesem Beitrag sind nicht urheberrechtlich geschützt.
Jeder der einen findet darf ihn behalten und in eigenen Werken weiterverwenden.

19

10.09.2008, 15:31

RE: Custom Kernel kompilieren

Zitat

Original von linuxerr
es ist aber nicht sinnvoll, auf module zu verzichten. ich kann mich noch gut an die zeit erinnern, als kernel vorn noch die 1 hatten, da hat man dann öfter einen neuen kernel kompiliert.

Der Aufwand beim Wechseln/Experimentieren sinkt aber, weil man ggf. keine Module in der Initrd erneuern muss und auch nicht mehrere Konfigurationsdatein zum speziellen Laden der unterschiedlichen Module vorhalten muss.
Es kann also durchaus sinnvoll sein. Wenn man aber viele Module durchprobieren will, dann ist es natürlich hinderlich, weil man ständig einen neuen Kernel compilieren muss.

Zitat

Original von linuxerr
nimm den kernel, der bei der installation benutzt wird. der enthält dann die nötigen patches und die aktuelle konfiguration. du musst dann nur die .config-datei anpassen und kompilierst den kernel neu.

Jetzt stellt sich aber die Frage, ob man da in der aktuellen Situation dran kommt...

Zitat

Original von linuxerr
wenn du einen kernel gebaut hast, dann kannst du in deinem bootmanager einen weiteren booteintrag hinzufügen, sodass du dein system mal mit dem einen und mal mit dem neuen kernel startest.

Gibt es überhaupt schon einen Bootmanager auf dem betroffenen System?

Zitat

Original von linuxerr
wenn der kernel kein modulsupport hat, wozu soll dann eine initrd gut sein? in der initrd liegt ein minimal-root-filesystem in dem module hinterlegt werden, die noch vor dem mounten von laufwerken zur verfügung stehen müssen.

Eine Initrd kann auch z.B. für den Bootsplash oder die Festplattenprüfung vorgesehen sein. Tatsache ist, dass manche Distributionen/Versionen zunächst eine spezielle Initrd benötigen. Wenn man diese nicht verwendet, dann muss man erst das System umwursten, damit es auch ohne startet.

20

15.09.2008, 22:51

Problem gelöst:

Hi!

Install Kubuntu 7.10 DVD im Textmode :

(Sprache etc. vorerst nicht ändern)

Bootparameter:

Quellcode

1
yenta_socket.blacklist=yes


Im Installer: alt+f2:

Quellcode

1
rm /lib/modules/2.6.22-14-generic/kernel/drivers/pcmcia/yenta_socket.ko


Konsole beenden :alt+f1

Adept Dist Upgrade auf Kubuntu 8.04.1

Fertig!!!

Quelle: http://forum.ubuntuusers.de/topic/load-h…llation-haengt/

Euch kann man echt weiterempfehlen !!!

An alle: Dankeschööön!!!!

Cio

Eule

Thema bewerten