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wingevil
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Dabei seit: 10.09.2008
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Zuhause (1.1): slackware64
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Server (2.1): Slackware 64
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Server (2.3): puppy 4.2.1 (Notebook)

Wolvix 2.0 Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

slackware ist die älteste aktive Linux-Distribution. Wegen des sehr klaren und einfachen Aufbaus, der sich noch recht eng an Unix anlehnt, ist slackware einerseits als Server-Software sehr beliebt. andererseits ist es gerade auch die Modularität des Systems, welches es a) schnell macht und b) auch von vielen Anwendern als Desktopsystem bevorzugt wird.

Nun hat slackware einige Besonderheiten. Da ist zum einen die Paketverwaltung. von Haus aus kennt slackware keine programmgestützte Abhängigkeitsprüfung, d.h., der Administrator hat sich vor der Installation darum zu kümmern, dass alle benötigten Bibliotheken für eine geplante Anwendung zuvor installiert wurden. die Pakete liegen prinzipiell als einfache Archive vor und werden auf den Zielsystem erst kompiliert.

Diese Besonderheiten schrecken viele Normalanwender ab und genau hier setzt Wolvix an. Wolvix basiert auf der aktuellen slackware 12.2 und ist standardmässig mit dem xfce 4.6-Desktop versehen. Die Installation ist wie heute üblich: CD ins Laufwerk und sie bootet in einen Live-Modus. von dort ist über das Wolvix Control-Panel die HD-Installation abrufbar. Es werden noch einige Einstellungen der Partitionen abgefragt bzw. es kann von dort auch gparted aufgerufen werden. Wichtig: wenn die Option "Grub installieren" genutzt wird, diese erfolgt IMMER in den MBR. Wer also ein anderes Hostsystem den Bootloader steuer lassen will, sollte diesen Punkt auslassen.

Auf meinem Celeron dauert die Installation ca. 15 Minuten, dann kann der Reboot in das fertige System durchgeführt werden. Dort wäre als nächstes der User anzulegen und es wären die locales anzupassen, um einen deutschen Desktop zu bekommen.

Wichtig ist zu wissen, dass Wolvix keinerlei Modifikationen an den slackware-Internas vornimmt, man kann also ein Wolvix zu 100% genauso administrieren wie ein reines slackware-System. man kann aber auch den Mehrwert nutzen, der ganz besonders in dem Utility Wolvix Control Panel liegt. Hier kann die gesamte Peripherie konfiguriert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist gslapt, die grafische Paketverwaltung, die ebenso komfortabel arbeitet wie z.B. synaptic unter debian. Hier werden auch die Abhängigkeiten per Programm abgeprüft und bei Bedarf mitinstalliert...etwas, was gerade ein Einsteiger sehr zu schätzen weiss. Hierfür sind auch eigene Wolvix-Repos bereits voreingerichtet. Aber auch hier gilt, dass genauso die native slackware-repos, -Pakete und -Befehle zur Verfügung stehen und sehr schnell wechselt man auf die ältere etwas unkomfortablere, dafür aber perfekt kontrollierbare Form der Paketverwaltung zurück.

Die standardmässig installierte Softwarebasis ist ziemlich umfangreich. Für Openoffice wurde sogar extra eine deutsche Version in die Repos eingespielt. Auch alle anderen Bereiche sind programmtechnisch äusserst üppig bestückt, Personal Organizer, wiki, diverse Web-Entwicklungswerkzeuge, alle wichtigen Grafikprogramme, jede Menge Multimedia-Apps und -Tools für Audio, Video, DVD, streaming, ipod...gut 80 Menüeinträge finden sich als Anwendungen. Sogar wine ist bereits fix und fertig konfiguriert eingerichtet, so dass unverzichtbare Windows-Programme installiert und genutzt werden können. Die Unterstützung von ATI und NVidia wird geboten sowie die üblichen Multimedia-Codecs sind auch alle bereits vorhanden.

Wolvix war die erste slackware-Distro die mir wirklich besser gefiel als das Original, weil sie einerseits sehr komplett und komfortabel ausgelegt ist, andererseits sich aber nicht so weit von slackware "entfernt" wie z.B. Vector Linux (die "große" Version). Daher war auch sehr schnell entschieden, dass Wolvix die major distro auf meinem neuen PC wurde, zumal ich persönlich kleinere einfacher strukturierte Windowmanager bevorzuge und sowohl Gnome wie auch insbesondere KDE für mich als nicht zumutbar ansehe.

Die Wolvix-Community ist recht klein, aber sehr freundlich und hilfsbereit, allerdings ausschliesslich in englisch Aber man kann distributionsbezogen z.B. auch bei slackware.de nachfragen.

Die ISO-CD und die community gibt es unter www.wolvix.org

Insgesamt stellt sich für mich Wolvix als schnelle stabile hochgradig customizbare Distro dar, die wirklich einen Blick wert ist.

Hier noch ein screenshot
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09.06.2009 07:35 wingevil ist offline E-Mail an wingevil senden Beiträge von wingevil suchen Nehmen Sie wingevil in Ihre Freundesliste auf
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